Forscherhaus+

Der Schulalltag an der Gesamtschule Das Forscherhaus bringt einige besondere Ausdrücke mit sich, die wir an dieser Stelle gern näher erläutern möchten – Forscherhaus-Vokabular sozusagen.

Für ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis, für einen umfassenden Blick auf jedes einzelne Kind, für individuelle Förderung und Forderung und für ein gutes Lernumfeld findet Unterricht im Forscherhaus mit einer Doppelbesetzung im Unterricht statt. Eine pädagogische Fachkraft begleitet die Klasse über die Jahre und in fast allen Fächern.

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Ab der Klasse 6 findet in der Gesamtschule Das Forscherhaus regelmäßig die Wissensshow statt, in der Wissen anschaulich und spannend auf die Bühne gebracht wird.

Wie läuft eine solche Wissensshow ab?
In Teams einigen sich mehrere Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Lehrkraft zunächst auf ein gemeinsames Thema, das sie in der Wissensshow präsentieren wollen.
Daraufhin haben sie 2-3 Wochen Zeit, den gesamten, grundlegenden Lernprozess durchzuspielen:
Sie sammeln Informationen, entwerfen ein Script für ihre Show, beschaffen die benötigten Materialien, verteilen die Aufgaben für die Präsentation und üben sie ein, um sie schließlich vor Publikum auf die Bühne zu bringen.

Die Wissensshow geht deutlich über ein klassisches Referat hinaus, weil z.B. die Präsentation der Ergebnisse nicht nur vor der eigenen Klasse, sondern vor einem breiten Publikum erfolgt.
Um die notwendigen Wiederholungen sicher zu stellen, werden die Wissensshows in jedem Schuljahr durchgeführt - allerdings in den unterschiedlichen Jahrgängen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

Warum spielen die Wissensshows in der Gesamtschule Das Forscherhaus eine so große Rolle?
In der Vorbereitung und Präsentation der Wissensshows sind Fähigkeiten gefragt, bei denen die Schülerinnen und Schüler Informationen gliedern und veranschaulich müssen: Sie müssen aus verschiedenen Methoden (wie etwa das Vorführen von Experimenten, kleinen Kartontheatervorführungen u. Ä.) die passenden wählen und diese dann zur Präsentationsreife führen.
Das Entwickeln einer Wissensshow fordert und trainiert also die Beschäftigung mit dem gesamten Lernprozess - angefangen vom Sammeln der Informationen über ihre Bearbeitung bis hin zum Darstellen und Präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich während dieser Zeit zugleich an einem selbst gestalteten Zeitplan orientieren, sie müssen kreativ tätig werden und sich selbst (gerade bei Misserfolgen und Schwierigkeiten) steuern.

Die Strukturierung des Schuljahres in Zeitzonen
Das Schuljahr der Gesamtschule Das Forscherhaus ist in 4 Zeitzonen eingeteilt, die den vier Quartalen des Schuljahres entsprechen und somit sowohl eine zeitliche als auch inhaltliche Einheit darstellen.
Im Mittelpunkt einer Zeitzone steht jeweils ein Schwerpunkt, der intensiv und aus der Blickrichtung aller Fächer bearbeitet wird.

1. Wirtschaftlicher Schwerpunkt
2. Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt
3. Musisch-künstlerischer Schwerpunkt
4. Gesellschaftlicher Schwerpunkt

Das jeweilige Leitfach gibt hierbei die grundlegende inhaltliche Richtung laut Lehrplan vor, auf die sich die übrigen Fächer beziehen.

Ein Beispiel:
In der zweiten Zeitzone des 5. Schuljahres beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit wirtschaftlichen Prozessen: Ihre Aufgabe besteht darin, ein eigenes Café zu gründen und durchzuführen – in deutscher und englischer Sprache.
Hierfür sammeln sie Informationen über gesunde Ernährung und entwickeln mit diesem Wissen eigene Rezepte, die sie selbstständig erproben und verbessern. Zugleich müssen sie sich die Frage nach einem möglichen Einkommen stellen, sie müssen einkaufen, mit begrenzten Mitteln wirtschaften, Haushaltsrechnungen aufstellen u. v. a. m.
Zu der Erarbeitung dieser Schwerpunkte tragen in dieser Zeitzone ALLE Fächer ihren Teil bei.
Die naturwissenschaftlichen Fächer legen ihren Schwerpunkt auf die menschliche Ernährung (Verdauung, Grundumsatz, Bau- und Betriebsstoffe etc.) sowie auf grundlegende chemische Prozesse (Stoffeigenschaften erforschen, mischen und trennen, Herbeiführen chemischer Reaktionen etc.), ohne die das Backen in der Küche nicht angemessen zu verstehen ist.
Der Schwerpunkt Kommunikation erforscht in Kunst und Musik die Werbung und erstellt Werbeplakate, während die Fächer Geschichte, Politik und Erdkunde sich mit Nahrungsmitteln weltweit und die mit ihnen zusammenhängenden Esskulturen bzw. Esstraditionen beschäftigen ebenso wie mit Lebens- und Ernährungsgewohnheiten aufgrund unterschiedlicher Lebensstile und dem Begriff der nachhaltigen Entwicklung.
Auf diese Weise wird den Schülerinnen und Schülern anschaulich deutlich, wie eng die verschiedenen Fachgebiete miteinander zusammenhängen und aufeinander einwirken. So wird es für sie einfacher, ein einheitliches, zusammenhängendes Bild von ihrer Welt zu gewinnen.

 

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