Ein gutes Café braucht gute Planung

Was braucht ein Café? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Jahrgang 5 in der vierten Zeitzone, in der sie die Aufgabe hatten, einen Cafénachmittag zu planen und durchzuführen.

Na klar, ein gutes Café braucht guten Kuchen. Schnell fanden die SuS aber heraus, dass für den Betrieb eines Cafés viel Hintergrundarbeit nötig ist. Aus ihrem ersten Forschungsauftrag arbeiteten sie heraus, dass ein Café nicht nur aus dem Gastraum besteht, sondern noch verschieden andere Räume, wie Küche, Lager, Büro und Sanitäranlagen von Bedeutung sind. Nach Forscherhausmethode bauten die Klassen diese Räume mit Alltagsmaterial in Partnerarbeit nach.

Die Bedeutung des Geldes, die Beschaffung eines Kredits, die Erstellungskosten für die Kuchen, Zusammenrechnen von Preisen erarbeiteten die Forscherhaus-SuS zum größten Teil im Distanzunterricht und trugen ihre Ergebnisse in den Videokonferenzen zusammen.

Woher kommen eigentlich unsere Grundzutaten? Aus dem Laden, klar! Aber woher bekommt dieser es? Im GL Unterricht beschäftigten sich die Schüler mit der Beschaffenheit von Böden für Rüben und Weizen. Wie funktioniert ein Milchhof, woher kommt das Futter? Et voila: präsentiert in einer Gruppenarbeit.

Im Fach Naturwissenschaft erkunden die Klassen die Wirkung der einzelnen Kuchenzutaten. Was passiert mit dem Teig, wenn ich eine Zutat weglasse?
Auch Musik und Kunst arbeiteten auf das Thema hin: Wie funktioniert Werbung? Welchen Einfluss hat Musik auf die Besucher? Knallige Popcakes aus dem Kunstunterricht dekorieren das Café der 5b, Werbeplakate der 5a laden in ihr Forschercafé ein.

Natürlich gibt es in einem Forscherhaus-Café keinen Kuchen von der Stange! Mit dem Vorwissen aus dem Nawi-Unterricht wandelte jede Klasse in vier Kleingruppen in der Forscherhaus- Versuchsküche ein Grundrezept nach ihren Geschmacksrichtungen ab.

Was braucht ein gutes Café noch? Nächste Forschungsreise: beide Klassen machten einen Wandertag in ein örtliches Café um herauszufinden, was sie für ihr Café noch berücksichtigen müssen. Das „Café Alte Werkstatt" und der "Hagen Hof" gaben bereitwillig Auskunft über ihre Abläufe. Fazit: außer Gästen braucht ein gutes Café vor allem eine gute Planung. Für den Überblick half eine sich immer wieder aktualisierbare Stecktafel.

Um ein Café zu eröffnen, braucht es Startkapital. "Das leihen wir uns von unseren Eltern", war die erste Idee. Da wir hier im Forscherhaus aber Wirklichkeit erleben lassen wollen, vergibt in diesem Falle die Schulbank einen echten Kredit. Mit Zinsen. Mit diesem Geld konnten die Klassen die Backzutaten und weiteres Material besorgen.

Unter Coronabedingungen fanden diesmal sogar zwei Cafénachmittage statt. Beide Klassen hatten optimales Sommerwetter gebucht, sodass sich die Gäste im " Forschergarten" der 5a und im "grünen Sommercafé" rundum wohl fühlten und sich die Blechkuchenkreationen der Klassen schmecken lassen konnten.

Waren die Cafés erfolgreich?
Ja, denn die Gäste waren zufrieden.
Ja, denn nicht nur der Kredit konnte zurückgezahlt werden, sondern es wurden sogar Gewinne erwirtschaftet!
Ja, denn es war ein toller Abschluss für dieses sonst so herausfordernde Schuljahr!

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